In den letzten Jahren ist die Zahl demenziell erkrankter Menschen in Deutschland auf etwa 1,3 Millionen Menschen angestiegen. Diese Zahl steigt leider immer weiter an. Viele Menschen, die an Demenz leiden, benötigen Hilfe von Angehörigen, ehrenamtlichen Helfern oder Pflegeeinrichtungen.

Die Bedürfnisse nach physischer Nähe, Aufmerksamkeit und Verantwortung werden so gestillt. Demenzerkrankte Menschen sehnen sich jedoch auch nach Beschäftigung und stimulierenden Elementen. Ihre Hände wollen fühlen und greifen. Oft sind sie sehr unruhig und zupfen und zerren an sich selbst und allen möglichen Dingen herum.

Ein Kuscheltier, gehäkelt, gestrickt oder genäht, kann gefühlt, gerochen, gestreichelt werden und der Mensch kommt zur Ruhe und findet Trost. Sie sind Brücken in die Vergangenheit, die einzige Welt, in der sich Menschen mit Demenz noch zurechtfinden: liebevoll gehäkelte, gestrickte, genähte Trostteddys, -puppen und andere Tiere, welche in der Realität wirklich existieren, bieten Möglichkeit die Erinnerung an die Geborgenheit im Elternhaus und den Begleiter aus der Kindheit zurückzurufen.

Durch die Trostkuscheltiere kommen die Demenzerkrankten zur Ruhe, z.B. in einer fremden Umgebung. „Geruch, Gefühl und Freude werden nicht dement“. Durch die verschiedenen Farben, Materialien und Formen sollen Reize gesetzt werden, gleichzeitig muss das Gehäkelte aber auch sicher sein (also keine verschluckbaren Kleinteile enthalten - Augen müssen aufgestickt sein).

Auch die Volkssolidarität Dresden betreut viele Menschen, die an Demenz erkrankt sind. So kommen auch in die Begegnungsstätte Michelangelo Menschen mit beginnender Demenz oder deren Angehörige, um an Kursen und Veranstaltungen teilzunehmen. Unter anderem hat unsere Begegnungsstättenleiterin Frau Rose Märchen mit Amigurumifiguren vorgespielt oder individuelle Rollenspiele mit den Leuten per Figuren angeboten. Dies kam sehr gut an und Menschen öffneten sich plötzlich, welche sonst nur einige Worte sprachen.

Da kam Frau Rose der Gedanke eines passenden Projektes. Hierfür sind viele Mitwirkende gefragt. Wer hat Lust sich daran zu beteiligen? Wer möchte fleißig „Tröster“ häkeln, stricken, nähen und bis Ende Juli in der SBS Michelangelo abgeben?

Melden Sie sich hierfür bitte bei Frau Rose, Leiterin der Seniorenbegegnungsstätte Michelangelo, auf der Räcknitzhöhe 52. Sie beantwortet Ihnen auch eventuell aufkommende Fragen.

Ab August sollen die entstandenen Objekte dann den Dementen der Volkssolidarität Dresden zukommen aber auch Angehörige von Menschen mit Demenz aus Dresden können sich dafür bewerben und sich ein Kuscheltier für die „Arbeit“ mit Ihren Lieben für zu Hause abholen.

Wir freuen uns auf ganz viele fleißige Bienchen.

Kontaktdaten:

Seniorenbegegnungsstätte Michelangelo

Räcknitzhöhe 52

Telefon: 0351 / 213 97 09

Mail: michelangelo@volkssoli-dresden.de