„Rentenpolitik braucht mehr Gerechtigkeit“ – Die ARD Tagesschau interviewt Seniorinnen und Senioren der Volkssolidarität Dresden in der Begegnungsstätte Klotzsche

Statement zur aktuellen Rentenpolitik von Christian Seifert, Vorstand Volkssolidarität Dresden

Am 4. Dezember 2025 war die ARD-Tagesschau zu Gast in der Begegnungsstätte der Volkssolidarität Dresden-Klotzsche. Dort sprachen Journalistinnen und Journalisten mit Seniorinnen und Senioren über ihre Erfahrungen mit der aktuellen Rentenpolitik – und über ihre Erwartungen an die Zukunft.

Die Diskussion zeigt: Viele ältere Menschen fühlen sich von der Politik nicht ausreichend gehört. Sie haben ihr Leben lang gearbeitet und wünschen sich im Alter eine verlässliche Absicherung, die nicht von komplizierten Antragsverfahren oder bürokratischen Hürden überschattet wird.

„Der Mensch muss im Mittelpunkt stehen“

Christian Seifert, Vorstand der Volkssolidarität Dresden, machte im Gespräch deutlich, dass die Rentenpolitik einen grundlegenden Kurswechsel braucht. In der Zeitschrift Lebensbilder (Ausgabe 3/2025) formulierte er es so:

„Wir brauchen einen ganzheitlichen politischen Ansatz, der die Vielzahl an Eingriffen in das Sozialsystem zurückdrängt und übersichtliche, partnerschaftliche Strukturen schafft. Nur so können Reformen gesellschaftliche Akzeptanz finden und langfristig wirken.“

Seifert kritisiert, dass über Jahrzehnte hinweg Kosten auf die Sozialversicherungen abgewälzt wurden, die eigentlich in den Bundeshaushalt gehören. Das habe zu einem „Dickicht von Zahlungsströmen“ geführt, das das System an seine Grenzen bringt.

Bürokratie abbauen – Transparenz schaffen

Ein Kernpunkt seiner Forderungen:

Das Sozialsystem muss konsequent auf die Bedürfnisse der Menschen ausgerichtet sein. Wer gearbeitet hat, soll im Alter auf eine auskömmliche Rente vertrauen können – unabhängig vom Einkommen. Das bedeutet auch: weniger Bürokratie.

Seifert betont, dass die heutige Antragsflut nicht nur belastend, sondern auch ineffizient ist. Eine Neuausrichtung würde zwar höhere Rentenzahlungen erfordern, gleichzeitig aber viele bürokratische Prozesse überflüssig machen.

Grundrente weiterentwickeln

Besonders Menschen mit unterbrochenen Erwerbsbiografien dürfen nicht durchs Raster fallen. Die Grundrente müsse weiterentwickelt werden, so Seifert. Es sei „sozialpolitisch unsinnig“, Menschen dauerhaft in die Abhängigkeit anderer Sozialleistungen zu drängen.

Gleichzeitig warnt er vor der Eigendynamik bürokratischer Systeme: Diese neigten dazu, sich selbst zu verstärken und immer neue Anforderungen zu schaffen. Regelmäßige Prüfungen auf Effektivität und Effizienz seien daher unverzichtbar.

Blick in die Zukunft

Für die Volkssolidarität Dresden bleibt klar: Sozialpolitik muss gerecht und generationsübergreifend wirken. Ältere Menschen haben Verständnis für die Interessen der Jüngeren – mehr, als die Politik ihnen zutraut.

Zur Wahrheit gehört für Seifert aber auch: Bei steigender Lebenserwartung wird eine Anhebung des gesetzlichen Rentenalters notwendig sein. Entscheidend sei, dass dies mit sozialer Gerechtigkeit und klaren Strukturen verbunden wird.

Fazit

Die Stimmen aus Dresden zeigen, wie groß der Wunsch nach einer transparenten, gerechten und zukunftsfähigen Rentenpolitik ist. Die Volkssolidarität fordert einen Kurswechsel – weg von undurchsichtigen Finanzströmen und hin zu einem System, das den Menschen in den Mittelpunkt stellt.

Wer sein Leben lang gearbeitet hat, soll im Alter nicht um seine Sicherheit bangen müssen. Das ist die zentrale Botschaft, die aus Dresden nach Berlin gesendet wird.

👉 Zur Tagesschau-Sendung vom 4. Dezember 2025

👉 Zur Zeitschrift Lebensbilder der Volkssolidarität Dresden

Kathleen Parma