Die Volkssolidarität Dresden e. V. ist vielen als Sozial-, Wohlfahrts- und Mitgliederverband bekannt. Weniger bekannt hingegen ist, dass sie nach Vereinssatzung u. a. auch „nationale und internationale Katastrophenhilfe“ leistet. So geschehen am 22./23. Oktober als wegen einer vermeintlichen Fliegerbombe im Ostragehege beinahe 15.700 Anwohner dies- und jenseits der Elbe evakuiert werden sollten. Da sich die vermeintliche Bombe glücklicherweise nur als „Wasserrohr mit Muffe“ (DNN v. 23.10.18) entpuppte, wurde die großflächige Evakuierung der Haushalte kurzerhand abgesagt. Doch nicht alle im Evakuierungsbezirk lebenden Menschen konnten kurzfristig einfach zuhause bleiben: Für Menschen in Betreuung muss vorausschauender gedacht werden. Sie sind nicht mobil und die Betreuung will auch an anderer Stelle fortgeführt und gewährleistet sein. Deshalb begannen die Evakuierungsmaßnahmen bereits am Tag bevor man die Bombe freilegen wollte. So wurden 11 Betreute der Sozialstation Trachenberge und des Betreuten Wohnens in der Leipziger Straße mit dem Fahrdienst der Volkssolidarität in unser Pflegeheim nach Gorbitz gebracht. Dort mussten zusätzliche Raumkapazitäten geschaffen, die pflegerische Versorgung vorbereitet und das Essen im Vorfeld bestellt werden. Auch für unsere Patienten der ambulanten Pflege mussten Vorkehrungen getroffen werden, damit wir sie in den von der Stadt bereit gestellten Turnhallen und auf Feldbetten weiter versorgen könnten. Unsere 11 Evakuierten konnten nach einer auswärtigen Nacht, am Tag der geplanten Bombenentschärfung, wieder in ihre gewohnte Umgebung zurück gebracht werden und alle anderen Vorausplanungen wieder in die Schublade, fürs nächste Mal, verschwinden. Der Aufwand war dennoch beachtlich, deshalb abschließend ein besonderer Dank an alle Beteiligten der Volkssolidarität Dresden, insbesondere Frau Kopec (Sozialstation Trachenberge), Frau Lehmann (Heim Gorbitz), Herr Lißner (Fahrdienst), Herr Sedlaczek (Essen auf Rädern) sowie Frau Claus (Betreutes Wohnen) für die Koordination.