Die sächsische Sozialministerin Barbara Klepsch tauschte am 30.08.2018 ihr Ministerbüro mit den Räumlichkeiten der Tagespflegeeinrichtung der Volkssolidarität Dresden in Trachenberge. Im Rahmen der Aktion „Perspektivwechsel“ der Liga der freien Wohlfahrtsverbände in Sachsen nahm sie die Gelegenheit wahr, einen Tag in einer sozialen Einrichtung zu verbringen. Als Hilfspflegerin unterstützte sie das Team um Tagespflegeleiterin Marina Adam, angefangen vom gemeinsamen Frühstück, der gemeinsamen Zeitungsschau, sportlichen Einheiten bis hin zum Backen eines Apfelkuchens. Neben der Begleitung der Betreuten erfuhr die Ministerin viel Praktisches zum Thema Tagespflege. „Das Wesen der Tagespflege liegt auch in der Entlastung der pflegenden Angehörigen“, berichtet der Geschäftsführer der Volkssolidarität Dresden Clemens Burschyk und Frau Adam ergänzt, dass es noch zu viele Hemmnisse bei pflegenden Angehörigen gebe, ihre Lieben in die Tagespflege zu geben. Obwohl Angehörige oft bei der häuslichen Pflege an ihre körperlichen und psychischen Grenzen kommen, haben sie moralische Bedenken den geliebten Menschen in andere Hände zu geben. Dabei steht bei der Tagespflege immer der Mensch im Mittelpunkt, sagt Frau Adam, denn „wir gehen bei unserer Beratung im Vorfeld und später in unserer Einrichtung individuell auf die Betreuten ein“. Neben pflegerischen Aspekten gehe es auch um die Alltagsgestaltung mit verschiedenen Angeboten und die wichtige Erfahrung für die Betroffenen, dass man den Tag in Gesellschaft und nicht alleine verbringt. Die Ministerin zeigte sich am Ende von den Informationen und dem Umgang in der Gruppe beeindruckt. „Es hat gut getan zu erleben, wie liebevoll man hier mit älteren Menschen umgeht“, sagte sie und musste doch noch in ihrem Büro vorbei schauen.