Entlastung für Betroffene

Im Oktober 2005 wurde bei der Volkssolidarität Dresden ein Projekt ins Leben gerufen, das viele Menschen heute nicht mehr missen möchten.
Wir arbeiten nach §45 des SGB XI und betreuen hauptsächlich Menschen mit demenzbedingten Fähigkeitsstörungen, welche zusätzliche Betreuungsleistungen nach dem Pflegeweiterentwicklungsgesetz beziehen. Diese Menschen möchten am sozialen Leben teilhaben, Angehörige möchten Entlastung erfahren.
Damit sind bereits zwei Hauptanliegen des niedrigschwelligen Betreuungsangebotes definiert: Entlastung für pflegende Angehörige schaffen und den Erhalt sozialer Kontakte und Fähigkeiten für die Betroffenen sichern.
Wir können unseren Patienten eine Gruppenbetreuung in verschiedenen Teilen der Stadt anbieten, kommen aber auch den Wünschen der Betroffenen und deren Angehörigen nach und ermöglichen eine ambulante Betreuung. Zur Zeit werden acht Menschen mit einer Demenzerkrankung im Rahmen des niedrigschwelligen Angebotes ambulant betreut und die Betreuung in der Häuslichkeit konzentriert sich auf den Norden Dresdens. Dies sind die Stadtteile Trachenberge, Pieschen, Kaditz, Mickten, aber auch das Zentrum der Stadt und Gorbitz.
Die ambulante Betreuung wird im Moment hauptsächlich von Anja Heiber (Ergotherapeutin) realisiert, vereinzelt wird die Betreuung aber auch von unseren ehrenamtlichen Helfern übernommen, welche im Umgang mit demenzerkrankten Menschen geschult wurden.
Bei der Planung der Aktivitäten für die Hausbesuche richten wir uns vorrangig nach den Wünschen der Betroffenen und deren Angehörigen. Da unsere Patienten ganz unterschiedliche Schweregrade der Demenz aufweisen, ist eine individuelle Betreuung und eine Anpassung an die jeweilige Situation durch unsere haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter zu jedem Zeitpunkt von Nöten. Unser Leistungsspektrum reicht von Gedächtnistrainings, über Bastelarbeiten und Spiele bis hin zu tagesstrukturierenden Maßnahmen, wie z.B. Einkaufen.
Nach Ablauf des Projektes Mitte 2008 wurde das Niedrigschwellige Angebot als ein fester Bestandteil in das Leistungsangebotes der Volkssolidarität Dresden aufgenommen und ist nunmehr an die Pflege angegliedert.

