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Veranstaltungen Begegnungsstätten

SeniorenStudierStube

„ Wir lernen nie aus“ - Bildung im Alter

Lebenslanges Lernen gewinnt für aktive ältere Menschen immer mehr an Bedeutung. Darum heißt es, sich geistig fit und das Wissen auf dem aktuellen Stand zu halten. Deshalb trafen sich erneut 36 Seniorinnen/Senioren am 25.1.2011 zur nunmehr bereits 14. Veranstaltung der A- Reihe der „Seniorenstudierstube“. Heute ging es ins Herzzentrum der Universitäts- Klinik. Nach der Begrüßung aller Stammzuhörer, aber auch neu Hinzugekommener durch Frau Konschake, Leiterin der BGS „Nürnberger Ei“, wurde an zehn Teilnehmerinnen/er der „Ehrendoktorhut mit Diplom“ für aktives Mitwirken in zehn Veranstaltungen überreicht. Auch der älteste Teilnehmer der Studierstube, Herr Meyer- Brühne 86 Jahre, erhielt eine kleine Ehrung mit einem Blumenstrauß.

 

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Dann hörten wir einen sehr ausführlichen, mit Bilddarstellungen unterlegten, verständlichen Vortrag zum Thema „Funktion des Herzens - „Herzinsuffizienz“, gehalten von der Bereichsfachärztin Frau Dr. Hohmann. Sie erläuterte, was unter einer Herzinsuffizienz zu verstehen sei, sprach zur Häufigkeit und zu möglichen Therapien dieser Erkrankung unseres wichtigsten Körperorgans. Interessant war für uns, dass es in ganz Deutschland 1,8 Millionen Patienten mit dieser Erkrankung gibt und dass jährlich 200.000 bis 300.000 Neuerkrankungen hinzukommen. Trotz sehr guter Therapiemöglichkeiten, so Frau Dr. Hohmann, sterben jährlich aber noch immer ca. 50.000 Menschen. Sie führte aus, dass die Herz-Kreislauferkrankungen an erster Stelle, die Herzinsuffizienz dabei bereits an dritter Stelle aller Todesfälle liege und informierte über Symptome wie Abnahme körperlicher Belastbarkeit, starke Müdigkeit, zunehmende Atemnot, Beinödeme, Gewichtsabnahme, benannte sie Ursachen dieser Erkrankung wie Herzklappenschädigungen, Hoher Blutdruck, Diabetes mellitus, Herzmuskelentzündung, Alkohol- und Drogenkonsum. Interessiert hörten alle bei der Erläuterung möglicher Untersuchungsmethoden, die auch im Herzzentrum zur Anwendung kommen, zu. An bildlicher Repräsentation nachzufolgen, wurde uns die Herzkatheteruntersuchung, die Kernspintomografie und die Spiroergometrie vorgestellt. Alle Behandlungen, abhängig vom Grad der Erkrankung, so Frau Dr. Hohmann, sollen die Belastbarkeit des Patienten und seine Lebensqualität verbessern. Aber auch die Reduzierung von Krankenhausaufenthalten soll damit erreicht werden, was eine nicht ganz unwesentliche Aufgabe ist, schaut man sich die ausufernden Kosten im Gesundheitswesen an. Auch auf das Problem, was der Patient, was jeder Mensch tun kann, um Herzinsuffizienz möglichst zu vermeiden, oder die Auswirkungen einer Erkrankung gering zu halten, wurde im Vortrag eingegangen. Wichtig ist vor allem, nicht zu rauchen bzw. das Rauchen einzustellen, den Alkoholkonsum einzuschränken bzw. zu beenden, auf ein gesundes Körpergewicht zu achten sowie sich ausgewogen zu ernähren. Die Ernährung sollte vor allem auf salzarm und mit wenig Fleischanteil sein, aber fünf Portionen Obst und Gemüse täglich beinhalten. Eine besondere Rolle, insbesondere auch im fortgeschrittenen Alter, spielt die körperliche Aktivität zum Herz-Kreislauftraining. Mindestens 3mal wöchentlich sollte man 30 Minuten tätig sportlich aktiv sein. Egal ob Walken, schnelles Gehen, Wandern, Radfahren oder Schwimmen. Auch eine leichte Morgengymnastik sei in jedem Alter gut für die Stabilisierung nicht nur des Wohlbefindens, sondern auch für unsere „Körperpumpe“. Das Fazit von Frau Dr. Hohmann an uns lautete:„Haben Sie ihre körperliche Leistungsfähigkeit kritisch im Auge, hören Sie auf ihr Herz, denn ein gesundes Herz schenkt Lebensqualität und -freude.“

Nach dem Vortrag gab es seitens der Zuhörer viele Fragen: z.B. zum Blutdruck, zum Pulsschlag, zum Vorhofflimmern und zu Medikamenten. Auch das Problem der Organspende wurde angesprochen. Leider, so Frau Dr. Hohmann, werden in Deutschland zu wenige Organe gespendet. Zwar sei die geäußerte Bereitschaft recht groß, jedoch hätten nach wie vor zu wenige Menschen diese Bereitschaft durch einen Organspendeausweis dokumentiert. So passiert es, dass nach wie vor Menschen sterben, da kein Transplantationsorgan zur Verfügung steht. Da Deutschland international gesehen zu den Ländern mit geringem Spendenaufkommen zählt, ist deshalb natürlich auch die Bereitstellung von Organen über die internationale Spenderbank im Gegensatz zu Ländern mit weit aus mehr Spendern geringer. Zum Abschluss konnte anhand verschiedener Modelle - Herzkatheter, Ständs, Herzen - weitere Fragen geklärt werden.

Im Dank an Frau Dr. Hohmann, Bereichsfachärztin und Frau Jakob, Assistentin der Chefärztin des Herzzentrums, schätzte Frau Krause unter Beifall der Hörer ein, dass auch die 14. Veranstaltung der „Seniorenstudierstube“ wieder interessant, informativ und anregend war, für jeden Wissen auffrischte, aber auch neue Erkenntnisse brachte.

 

© Volkssolidarität Dresden

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