Beziehungen in alle Welt
Bereits seit vielen Jahren pflegen Mitglieder/ Mitgliedergruppen der Volkssolidarität Dresden regelmäßige Kontakte zu Seniorenorganisationen in den Nachbarländern Tschechien und Polen und tragen so zur Völkerverständigung bei.
Die Beziehungen reichen von Kontakten der Pflegeheime der Volkssolidarität Dresden zu Altenpflegeheimen in Usti mit gemeinsamen Seniorensportwettbewerb und Herbstfest über gemeinsame Faschingsfeiern in Rmburgk oder gemeinsame Besuche der Frauenkirche und Stadtbesichtiung in Dresden.
Seit vielen Jahren sammelt beispielsweise Dorothea Bast ehrenamtlich Spenden für das Kinderheim Volkersdorf, in dem Kinder aus Tschernobyl ihre Ferien verbringen. Darüber hinaus engagiert sich Frau Bast auch für ein Brunnen-Projekt in Kambodscha, wo dank ihres Einsatzes inzwischen 22 Brunnen aus Spenden finanziert werden konnten.
Im Nachfolgenden werden einzelne Aktivitäten näher vorgestellt:
Zusammenarbeit Seniorenclub Most und Begegnungsstätte Dresden-Friedrichstadt
Auf eine bereits 15-jährige Zusammenarbeit mit dem Seniorenclub in Most blickt die Mitgliedergruppe 900 der Begegnungsstätte Friedrichstadt der Volkssolidarität Dresden e.V. zurück. Begründer der böhmisch-sächsischen Kontakte waren Ortwin Muth und Rúzena Zmrzlá.
Tradition bei dieser Zusammenarbeit sind die jährlichen gegenseitigen Besuche der Seniorengruppen. Die Vorstände beider Gruppen treffen sich einmal jährlich zur gemeinsamen Beratung und die Mitgliedergruppen treffen sich bei ihren gemeinsamen Ausflügen. So nahmen die Moster Senioren an Jubiläen der Volkssolidarität Dresden teil und böhmische Musikanten bereicherten so beispielsweise die Sommerfeste unseres Stadtverbandes.
Im Oktober 2009 besuchte die Seniorengruppe aus Most die Mineraliensammlung in Freiberg, anschließend traf man sich zum gemeinsamen Mittagessen mit der Mitgliedergruppe aus Dresden und beriet sich zu den jeweiligen Programmen. Die bewährte Freundschaft über Ländergrenzen fortzusetzen, ist das Hauptanliegen beider Mitgliedergruppen.
Zusammenarbeit Seniorenheim Filipov und das Sozial-Kulturelle Zentrum Leubnitz
Der Kontakt zu dem Seniorenheim Filipov, welches sich östlich der Stadt Šluknov in direkter Nähe der deutschen Grenze befindet, wurde über das Sozial-Kulturelle Zentrum Leubnitz bereits im Jahr 2004 geknüpft. Es war das Bestreben beider Einrichtungen in einen gemeinsamen Erfahrungsaustausch zu treten, und so werden regelmäßig fachliche Austausche zu verschiedenen Themen (z.B. Demenz, Prüfstandards, Ausstattung - Raumkonzepte in den Heimen) durchgeführt.
Über den fachlichen Ausstausch hinaus wird natürlich auch gern zusammen gefeiert, wie beispielsweise zum Heimgeburtstag des Sozial-Kulturellen Zentrum Leubnitz oder beim Weihnachtsback-Wettbewerb in Filipov, wo für die Heimbewohner die schönsten Rezepte ausprobiert werden.
Brunnen für Kambodscha
Aus der Sächsischen Zeitung erfuhr Dorothea Bast 2003, dass in Kambodscha für Tausende armer Reisbauern kein sauberes Wasser zur Verfügung steht. Der bis Ende der 90er Jahre dauernde Krieg hatte alles zerstört und Millionen Opfer gekostet. Der internationale Solidaritätsdienst e.V. (SODI) Berlin hatte zu einer Aktion "Wasser ist Leben" zum Brunnenbau in Kambodscha aufgerufen. Schnell stand für Dorothea Bast fest: Hier muss geholfen werden.
Seit sieben Jahren ist sie nun auf der Suche nach Sponsoren, steuerte auch aus eigener Tasche bei. "Ein Brunnen kostet 1.200 Euro, 300 sind Spende, der Staat legt 900 dazu", erklärte Frau Bast. Für 18 Brunnen hat sie Partner gesucht und gefunden. "Den 18. hat das Team der Volkssolidarität Service GmbH um Geschäftsführerin Christine Kreher finanziert", berichtete Dorothea Bast mit sichtlichem Stolz. Den 22. Brunnen spendete der Wohngebietstreff "Marie" der Volkssolidarität Dresden.
Im Dezember 2007 war Ilona Schleicher von SODI Berlin im Sozial-Kulturellen Zentrum Gorbitz der Volkssolidarität Dresden zu Gast, um für die Unterstützung von Frau Bast sowie allen Brunnenfreunden und der Volkssolidarität Service GmbH zu danken: "Ich möchte Ihnen auf diesem Wege im Namen unseres kleinen SODI-Teams nochmals sehr herzlich für die Gastfreundschaft und Hilfe bei der Organisation des Treffens in Dresden danken, die das Herz auf dem rechten Fleck haben und Bauernfamilien zu sauberem Wasser verhelfen. Ohne diese Unterstützung stünden wir auf leerem Posten. In diesem Sinne: "Lassen Sie uns in Verbindung bleiben, für Solidarität im eigenen Land und in der großen weiten Welt". Als Dankeschön überreichte Ilona Schleicher ein seidenes Tuch aus Kambodscha an Dorothea Bast.

